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Mehr Geld für Digitalisierung und Lehrkräfte an Bayerns Schulen

MÜNCHEN (AHK). Den Schulen fehlen Digitalisierungs-Manager, aktivierte Glasfaserleitungen, die Lösung von Proxy-Problemen und beständiges WLAN für jedes Klassenzimmer. Ganz zu schweigen von Tablets oder Laptops für Schüler und Lehrer. Teils wären Mittel da, werden aber nicht abgerufen, weil die Bürokratie Barrikaden im Digitalisierungsprozess aufstellt.

Jetzt soll noch mehr Geld über den neuen Haushalt des Landes Bayern bereit gestellt werden, damit die Schulen den Anschluss ans Internet-Zeitalter bekommen. Auch für den Distanzunterricht in Pandemie-Zeiten sind entsprechende Ausstattungen und Fortbildungen für Lehrer notwendig.

Ob der Informatik-Unterricht weiter ausgebaut werden soll, der an manchen Schulen erst sehr rudimentär bis gar nicht vorhanden ist oder nur in einzelnen Jahrgangsstufen und Wahlzweigen stattfindet, wurde in einer Pressemitteilung aus dem Haus von Kultusminister Michael Piazolo allerdings nicht erwähnt.

Piazolo jedenfalls erklärt, dass er mit dem Ergebnis der Haushaltsverhandlungen zufrieden sei: „Bildung bleibt der Investitionsschwerpunkt in Bayern. Mit einem Etat von 14,16 Milliarden Euro für 2021 steigern wir uns um 3,1 Prozent und verzeichnen damit einen Rekordhaushalt für das Kultusministerium. Ich freue mich sehr über das gute Ergebnis. Damit können wir weiter kraftvoll in die Schulen investieren und sie unterstützen, gut durch die Corona-Krise zu kommen“, so der Kultusminister.

Die wichtigsten Eckpunkte: 1.250 neue Lehrerstellen, 175 Stellen für Verwaltungsangestellte zur Entlastung der Schulen, 100 Stellen für Schulsozialpädagogen und Schulpsychologen.

Hinzu kommen laut Kultusministeriium- zusätzlich zu den laufenden Ausstattungsprogrammen - "erhebliche neue Investitionen für die Digitalisierung der Schulen, etwa zur Unterstützung der Kommunen bei der Systemadministration, für die BayernCloudSchule sowie für die Lehrerfortbildung". „Ich bedanke mich bei den Schulen für die gute Arbeit, die sie seit Monaten unter sehr erschwerten Bedingungen leisten – mit den zusätzlichen Stellen und Mitteln wollen wir sie bei ihren wichtigen Aufgaben unterstützen und die Digitalisierung weiter vorantreiben“, betonte Piazolo.











Passend zu den aktuellen Herausforderungen bildeten sich viele Lehrerinnen und Lehrer am "schulfreien" 18. November für den Digitalunterricht fort. Auch sie erlebten dabei, wie es ist, aus der Ferne zu lernen.

Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen hat am Buß- und Bettag eine neue Rekordmarke bei den eSessions, den neuen online-Fortbildungskursen für Lehrkräfte erreicht. Über 16 000 Lehrkräfte in Bayern nutzten den unterrichtsfreien Tag, um sich digital fortzubilden.

Das freute auch den Kultusminister: „Unsere Lehrkräfte haben den Ehrgeiz und die Motivation für den digitalen Aufbruch. Mich beeindruckt das sehr. Wenn man mal vergleicht: Im Jahr 2018 lag die Zahl der Lehrkräfte, die sich im Bereich der Digitalisierung fortgebildet haben, noch über das gesamte Jahr hinweg bei 15 000. Diese Zahl erreichen wir nun an einem einzigen Tag“, so Piazolo.

Hintergrund: Die Stabsstelle Medien.Pädagogik.Didaktik. | eSessions zentral - regional bietet seit dem 14. September 2020 als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle bayernweit thematisch breit gefächerte Fortbildungsangebote auf Basis von eSessions (Videokonferenz-basierte Fortbildungsformate) an. Seitdem haben bereits über 30 000 Lehrkräfte das Angebot genutzt.


Text: Annegret Handel-Kempf, Redaktionsbüro Smarte Zeitung. Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Pressestelle. Außerdem eigene Recherchen.








Weitere News        


Technik und Politik in der digitalen Transformation und in der Klimakrise


Foto / Copyright: Ottobahn GmbH

Der  Deutsche Innovationsgipfel testet in luftigen Höhen die Ottobahn

MÜNCHEN (AHK) Mobilität der Zukunft, lebensfähige Städte, Digitalisierung und Begrenzung der Klimakrise gehen Hand in Hand mit Innovationswillen: Teilnehmer des Deutschen Innovationsgipfels steigen deshalb im Herbst 2021 am Rande der Konferenz in München (#14DIG2021, 30.9.) in die Ottobahn. In ein KI-basiertes Gondelsystem eines StartUps, das an Schienen mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde über und zwischen Städten entlang gleiten soll. Die Ottobahn soll nach Aussagen ihrer Gründer den Stadtbewohnern Grünflächen zurückgeben, da sich die Menschen in individuellen, automatisch und autark fahrenden Kabinen abholen und ans Ziel bringen lassen können. Auch für die schwebende Reise in den Urlaub solllen Auto und Flugzeug überflüssig werden.(AHK / RB Smarte Zeitung)

Foto / Copyright: Ottobahn GmbH


 Gigaset-Ankündigung: Smartphones mit Wechselakkus und austauschbarer Rückschale



MÜNCHEN (AHK) Gigaset, vielen  als Lieferant von Festnetz-Mobilteilen bekannt, die das Münchner Unternehmen in Nachfolge von Siemens produziert, ist seit einigen Jahren auch im Smartphone-Markt zuhause. Dabei setzen die Münchner auf Nachhaltigkeit: Design und Produktion in Deutschland, recycling-freundliche Verpackung und nunmehr auch wechselbare Akkus bei seinem bunten Leichtgewicht (172 Gramm) GS3 und beim tiefschwarzen bzw. weißen, großen Bruder GS4 .

Die Nachfolger-Modelle des GS190 und GS1945 sind so gebaut, dass sich die 4.300 mAh- bzw. 4.000 mAh-Akkus vom Nutzer selbst mit wenigen Handgriffen auswechseln lassen sollen.


Das Gigaset GS3 bietet auch im Outfit Wechselmöglichkeiten, die Abwechslung ohne Geräte-Neukauf garantieren: Für je 4 Euro sind austauschbare Rückschalen in den Farbvarianten Racing Red, Classy Rosegold, Arctic Blue und Oceanic Petro zu haben.. Das GS3 soll 179 Euro kosten (ab Mitte November), das GS4 229 Euro (ab Anfang November im Handel).

"Wir konzentrieren uns auf Funktionen mit echtem Mehrwert für den Nutzer. Kabelloses Laden, NFC für kontaktloses Zahlen und ein wechselbarer Akku gehören definitiv dazu, das wissen wir“, erklärt Andreas Merker, VP Smartphones bei Gigaset. „Auf Kundenwunsch bringen wir auch die Benachrichtigungs-LED auf der Vorderseite wieder zurück, ohne dass das zu Lasten der Displaygröße ginge.


 

 


Hamburg, München und Köln sind die "smartesten Städte Deutschlands 2020"



BERLIN/MÜNCHEN (AHK) „Wir bilden Städte ab, die zeigen, dass es geht und wie es geht und die bereit sind, ihre Rezepte weiter zu leiten“, sagte der Präsdient des Digitalverbands BITKOM, Bernhard Rohleder, bei der Vorstellung des "Smart City Index" 2020 am 8. Oktober 2020 in Berlin.  




Zum Titelverteidiger Hamburg erwähnte der Verbandschef den "hvv switch" als  Vorbild für Multimodalität. Dabei handele es sich um eine ÖPNV-App, die es erlaubt, die schnellste Routte aus allen zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln inklusive Sharing-Angeboten zu wählen und Tickets zu buchen.

„Es gehört sich auch, dass man über den Tellerrand hinausschaut“, sagte Rohleder mit Blick auf Bürgerfreundlichkeit und Klimakrise. Zudem führten ein Transparenzportal und eine Plattform zur Bürgerbeteiligung und zum Mitdiskutieren  neben live aus dem Plenum gestreamten Debatten der Hamburgischen Bürgerschaft dazu, dass sich Politik und Staat mit Bürgern "wieder annähern und öffnen".





Darmstadt ist als Aufsteigerin des Jahres um sechs Plätze nach oben auf Platz 4 geklettert: " Je kleiner die Stadt, desto schwieirger ist es, sich vollumfassend zu digitaliisieren", hob Rohleder lobend hervor. Darmstadt sei Ermutigung für alle anderen Städte in der Größenordnung von etwas über 100.000 Einwohnern.

Zu den ausschlaggebenden, übergreifenden Pilotprojekten, die sich hier positiv auswirkten, gehört auch die digitale Messung der urbanen Luftqualität in der hessischen Stadt. Alles wird in einer zentralen urbanen Datenplattform gebündelt, auf die zahlreiche öffentliche Projekte zurückgreifen könnten – eben von der digitalen Messung der Luftqualität und der Badewassergüte über Sensoren bis hin zu Online Check-ins und Gebäudenavigation im Krankenhaus. Einige Städte in Bayern, die wie Ulm immer wieder gelobt würden für ihre Digitalisierungsanstrengungen, lägen im Ranking messbar doch noch nicht so weit vorne, erläuterte Rohleder das Fehlen weiterer Städte außer München in den Top Ten.


Text:  Annegret Handel-Kempf / Redaktionsbüro Smarte Zeitung





Kleine Messgeräte mit großer Mission: Digitale Dienste regional auf offen zugänglichen IoT-Luft- und Klimaseriendaten aufbauen



Stadt Ulm entscheidet sich für die Messnetz-Technologie von Hawa Dawa:
im
Projekt
"zukunftskommune@bw"


MÜNCHEN/ULM. Hawa Dawa, ein Münchner Start-Up, das sich auf das Management der Luftqualität spezialisiert hat, erhielt nach Unternehmensangaben im September 2020 den Zuschlag bei der öffentlichen Ausschreibung zur Beschaffung von LoRaWan-fähigen Luft-/Klimasensoren im Projektgebiet Eselsberg in Ulm. Innerhalb des Projektgebietes soll Hawa Dawa ein Netzwerk aus mehreren Sentience Luftqualitätsmessgeräten installieren, aus den Messwerten eine flächendeckende Darstellung entwickeln und die Daten via API in die im Aufbau befindliche Ulmer Datenplattform einspeisen und als offene IoT-Daten zur Verfügung stellen.


Hawa Dawa sei damit am Pilotprojekt Luft-/Klimamessungen am Eselsberg im Zuge des Förderprojektes zukunftskommune@bw beteiligt, das Ende 2019 vom Ulmer Gemeinderat beschlossen wurde.

Ziel des Pilotprojekts sei es, erstmalig in einem Quartier der Stadt Ulm ein eigenes kleines Messnetz an Sensoren aufzubauen und damit den Grundstein von eigenen, für alle offen zugänglichen IoT-Luft- und Klimazeitseriendaten zu legen.

Begleitet wird das Projekt - laut Hawa Dawa - von Informations- und Austauschformaten für die Öffentlichkeit und die Verwaltung. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist die partizipative Entwicklung einer offenen und zentralen Datenplattform bis September 2021 als neue städtische Infrastruktur und damit Grundlage für digitale Dienste und Lösungen in verschiedenen Anwendungsgebieten.



Karim Tarraf, Geschäftsführer von Hawa Dawa: „Die Stadt Ulm nimmt mit diesem Projekt sicherlich eine Vorreiterstellung ein. Im Sinne von ‚Smart City for Smart Citizens‘ stellt Ulm die Partizipation der Bürger in den Mittelpunkt. Da Luftqualität Einfluss auf viele Lebensbereich von Gesundheit über Mobilität zu genereller Lebensqualität hat, freuen wir uns, dass Ulm Luftqualität konkret in das Projekt aufnimmt und damit zeigt, dass Ulm dem Vorhalten von kleinräumigeren Luft-/Klimadaten in der Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels Bedeutung beimisst.“


Über Hawa Dawa:

Hawa Dawa liefert die Grundlagen eines neuen digitalen Wissensnetzwerks für resistente und klimaneutrale Städte und zukunftsorientierte Unternehmen. Das internationale Team besteht aus Ingenieuren, Software-Spezialisten und Datenanalysten, Experten für Sensorik, Satelliten- und Verkehrsmodellierung sowie Business Developern. Hawa Dawa nutzt Technologien aus den Bereichen maschinelles Lernen und Sensorik, um innovative neue Datenprodukte und - dienstleistungen für die Kunden zu implementieren: Von Beratung, über Datenmanagement bis hin zu Analysen und Prognosen; ergänzt durch Hardware, die es auf kostengünstige Weise erlauben soll, die Abdeckung durch relevante Messpunkte sowohl zeitlich als räumlich nach Bedarf erhöhen. Mehr Information auf www.hawadawa.com.


Quellen: Pressemitteilung von Hawa Dawa,

1. und 15. Oktober 2020 , sowie eigene Vor-Ort-Recherchen via Redaktionsbüro Smarte Zeitung


 



Futuristischer Fernseher 

Die Schönheit der Natur ist bei einer digitalen Display-Installation auf dem LG-Stand auf der CES 2020 in Las Vegas zu sehen.  Bei der energiesparenden OLED-Technologie werden selbstleuchtende Pixel einzeln an- und ausgeschaltet. So entstehen lebendige, bewegte Bilder auf besonders dünnen TV-Displays, die sich sogar rollen lassen.

"Mit einer Höhe von sechs Metern und einer Breite von 25 Metern schickt die Installation CES-Besucher auf eine atemberaubende Entdeckungsreise und zeigt die Schönheit der Natur, wie sie noch nie zuvor wiedergegeben wurde. Von der unbändigen Kraft der Ozeane bis hin zum Leuchten des Polarlichts am Nordhimmel – die ‚LG OLED Wave‘ reizt die Sinne mit Bildern und Klängen von den bemerkenswertesten Naturereignissen und Orten des Planeten. Betrachter können sogar erleben, wie es ist, unter den Wellen des Ozeans zu laufen." - Das schreibt das koreanische Technologieunternehmen in einer Pressemitteilung zu seinem Eyecatcher, der aus allen Blickrichtungen die Aufmerksamkeit auf sich zieht.


Bei der Hightech-Messe zum Jahresbeginn promotet der langjährige OLED-Flachbildschirm-Verfechter den LG SIGNATURE OLED TV R als den "einzige(n) Fernseher der Welt mit einem Bildschirm, der komplett aus dem Blickfeld verschwinden kann und sich in seinen stilvollen Aluminiumsockel zurückzieht, wenn er nicht genutzt wird".

In Aktion sehen die Besucher das Modell 65RX, wenn bei einer Vorführung namens "The Fountain" 20 rollbare OLED-TVs synchronisiert auftreten. Die hauchdünnen Displays rollen sich dabei in einer choreographierten Sequenz auf und ab.

Der futuristische Fernseher definiere "das räumliche Verhältnis zwischen einem TV und seiner Umgebung völlig neu" und sei "ein Meilenstein in der Geschichte des Fernsehens", sagt LG.


Text: Smarte Zeitung/Annegret Handel-Kempf

Quelle: LG

Bilder (3)/ photo credits: LG

Sicherheit

Schutz vor Drohnen

Ähnlich wie große Vögel und in sensiblen Umgebungen können Drohnen zum Sicherheitsrisiko im Luftraum werden. Das bedeutet, schnell reagieren und gegebenenfalls abwehren im Umfeld von Unternehmen, Regierungsgebäuden, Flughäfen, Energieerzeugern und anderen kritischen Infrastrukturen. Doch erst müssen die pilotenlosen Flugobjekte zuverlässig und früh erkannt werden. Auch dort, wo viel gefunkt und gesendet wird und kein Platz für große Anlagen ist, etwa in Städten. Der Drohnenabwehr-Spezialist Dedrone hat Mitte Januar 2020 angekündigt, im März einen neuen, unaufwändigen Funkfrequenz-Sensor mit extra großer Reichweite zum Schutz vor Drohnen auf den Markt zu bringen.

Der RF-160 wird nach Angaben des Herstellers aus Kassel an einen Mast montiert und braucht nur eine Stromversorgung. Ein Vor-Ort-Server ist nicht erforderlich. Der Sensor soll sich automatisch über LTE mit der Dedrone Cloud verbinden und beginnt sofort mit der Drohnenerkennung. Der RF-160 ist darauf ausgelegt, Drohnen anhand von Radiosignalen in einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern zu erkennen. Dadurch soll er sich für eine erste Risikoanalyse eignen und  die Grundlage für ein effektives Drohnenabwehrsystem bilden.

Schnell auf einen Mast montiert, damit er gefährliche Drohnen frühzeitig erkennt: Der neue Funkfrequenz-Sensor RF-160 von Dedrone. - Photo-Credits: Dedrone.

„Ein wirksamer Schutz vor unerwünschten Drohnen beginnt mit deren Erkennung. Der RF-160 ist wie kein anderer Sensor bisher in der Lage, Drohnen anhand von Radiosignalen in großer Entfernung zu detektieren. Sicherheitsverantwortliche erhalten frühzeitige Warnungen und einen fundierten Überblick über Drohnenaktivitäten in ihrem Luftraum, ohne ein komplexes System anschaffen und installieren zu müssen“, erklärt Dedrone-Geschäftsführer Jörg Lamprecht. Der RF-160 wurde dem Unternehmen zufolge für den Einsatz in Städten und anderen Gebieten mit erhöhter Radiofrequenz-Aktivität aufgrund von Funkkommunikation, Fernsehern, Mobiltelefonen, GPS etc. optimiert. Zusätzlich sei die Antennenkonfiguration weiterentwickelt worden, sodass Drohnen, die Frequenzen außerhalb der üblichen 2,4- und 5,8-GHz-Bänder nutzen, noch zuverlässiger erkannt werden.
Textredaktion: Smarte Zeitung / Annegret Handel-Kempf (Quelle: Dedrone)

Foto: Dedrone


Tennis

French Open mit Herbstfeeling diesmal im Frühling

Berichterstattung zum Grand Slam auf Sand 2021 ab Anfang Juni.





"Struffi" Vize-Champion beim BMW Cup in München


Gemischte Gefühle gab es bei den BMW Open 2021 in München, die erstmals ohne Zuschauer stattfanden. Der dreifache Champion Philipp Kohlschreiber scheiterte zum Auftakt, Dominik Koepfer zog ins Achtelfinale ein, unterlag dort aber Jan-Lennard Struff.

Der hatte zuvor Andrej Martin aus der Slowakei in zwei glatten Sätzen mit 6:4 und 6:3 besiegt. Struff machte dabei einen fitten Eindruck, spielte aggressiv und verwandelte seinen ersten Matchball nach einer Stunde und 16 Minuten. Mit seiner Leistung war er allerdings nicht ganz zufrieden: „Ich bin sehr happy, dass ich gewonnen habe, denn ich wollte es unbedingt besser machen als 2019, als ich hier in München in der ersten Runde gegen Thiago Monteiro verloren habe. Es war noch nicht alles perfekt und meine Aufschlagsquote ist ausbaufähig, aber insgesamt war es ein solider Sieg.“ 

„Struffi“ fühlte sich beim bayerischen Traditiionsturnier, zusammen mit Freundin Madeleine und Söhnchen Henri, sehr wohl: „Das ist schön, dass die beiden dabei sind. Durch das viele Reisen sind wir normalerweise nicht so viel zusammen. Aber hier bei den BMW Open gibt es sogar einen Spielplatz für den Kleinen.“

Nachdem er in München das erste Finale seiner Karriere erreicht hatte, am 1. Mai 2021, knapp eine Woche nach seinem 31. Geburtstag, kehrte der Warsteiner zurück in die Top 40 der Weltrangliste: „Ich bin sehr glücklich, mein erstes Finale erreicht zu haben, in Deutschland, in München", sagte Deutschlands Nummer zwei im Tennis danach. "Sehr schade, dass das ohne Zuschauer geschah. Aber ich sehr glücklich. "


Nach knappem Tiebreak im zweiten Satz unterlag der 31-Jährige im Endspiel von München Nikoloz Basilahivili. Struff danach: „Er hat heute brutal serviert. Ich habe alles gegeben. Es war einfach zu gut von ihm heute." Und ganz unverhohlen, gegenüber Journalisten: "Es nervt mich mega, dass ich verloren habe. Ich hätte sehr, sehr gerne gewonnen heute, hier in Deutschland, keine Frage.“


Text: Smarte Zeitung / Annegret Handel-Kempf

                         



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